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Information zu Akuten Leukämien für Patienten


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Akute Leukämien

Die akute Leukämie ist eine bösartige Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark, die in jedem Lebensalter auftreten kann und an der jedes Jahr etwa sechs von 100 000 Personen neu erkranken. Die ersten Zeichen der Erkrankung sind Infektanfälligkeit mit hohem Fieber, Müdigkeit und Abgeschlagenheit sowie Blutungsneigung, die auftreten, weil normale Blutzellen durch leukämische Zellen verdrängt werden und deshalb ihre Funktion nicht mehr ausüben können. Die Diagnose einer akuten Leukämie wird durch die Untersuchung des Knochenmarkes gesichert. Bei akuter Leukämie ist das Knochenmark mit uniformen Leukämiezellen durchsetzt. Mit Spezialmethoden können Leukämiezellen in Untertypen wie »akute myeloische Leukämie « (AML) oder »akute lymphatische Leukämie« (ALL) eingeordnet werden.

Bild einer akuten Leukämie im Knochenmark (fast ausschließlich Leukämiezellen, sog. Blasten)

Konventionelle Therapie der akuten Leukämie

Nach der Diagnosestellung wird die akute Leukämie mit Chemotherapie behandelt. Die Patienten erhalten Kombinationen verschiedener zytostatischer Substanzen, welche die leukämischen Zellen abtöten sollen. Die Chemotherapie wirkt auch auf die normalen blutbildenden Zellen, die aber glücklicherweise nur vorübergehend geschädigt werden. Wenige Wochen nach Behandlung mit Chemotherapie ist das Knochenmark bei der Mehrzahl der Patienten wieder mit normalen Vorläufern und reifen Vertretern aller Blutzellreihen besiedelt. Wenn dann mit dem Mikroskop keine leukämischen Zellen mehr zu sehen sind, spricht man von Vollremission.

Vollremission garantiert nicht Heilung

Um den Behandlungserfolg zu verbessern, wird die Chemotherapie nach Erreichen der Vollremission noch ein oder mehrere Male wiederholt: diese Phase nennt man Konsolidierung. Trotzdem gelingt es bei den meisten Patienten nicht, die akute Leukämie mit Chemotherapie allein zu heilen. In mehr als der Hälfte der Fälle (bei Kindern 25%) kommt die Leukämie innerhalb eines Zeitraumes von einigen Monaten bis Jahren wieder: die Patienten erleiden einen Rückfall (sogenanntes Rezidiv).

Bild einer Vollremission im Knochenmark (Vorstufen von normalen weissen und roten Blutkörperchen)

 

 
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